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Wie erkenne ich einen Fake Shop?

Online-Shopping ist bequem und beliebt. Doch nicht jeder Online-Shop ist seriös. Immer mehr Fake Shops täuschen Käufer, kassieren das Geld und liefern die bestellte Ware nicht.

Der Fake Shop präsentiert sich oft als professionelles Shopsystem. Artikelbilder und Texte werden von bekannten Shops einfach kopiert. Daher ist ein gut getarnter Fake Shop auf den ersten Blick schwierig zu erkennen. 

Wir zeigen dir, woran du Fake Shops eindeutig erkennst und welche Maßnahmen du treffen kannst, wenn du schon reingefallen bist.

Was ist ein Fake Shop?

Ein Fake Shop ist eine Website, die vorgibt, echte Produkte zu verkaufen. In Wahrheit geht es nur darum, an dein Geld oder deine persönlichen Daten zu kommen.
Oft wirken diese Seiten auf den ersten Blick professionell, jedoch mit ein paar Tricks kannst du sie schnell enttarnen.

Bin ich über Google Shopping sicherer?

Eine Produktsuche über Google führt meistens auch über Google Shopping Anzeigen. Die Produkte werden prominent ganz oben im Suchergebnis platziert. Sind diese Shops für einen Online-Einkauf sicher? Nicht immer. Auch hier muss geprüft werden, ob es sich um einen Fake Shop handelt. Besonders bei sehr niedrigen Marktpreisen ist hier Vorsicht geboten.

Zwar wird die Identität eines Online-Händler von Google geprüft, jedoch nicht sofort. In der Zwischenzeit oder bis zu den ersten Beschwerden, können auch Anzeigen von Fake Shops auftauchen. Oft befinden sich die eingetragenen Adressen außerhalb der EU.

ULTIMATIVER TIPP
Überprüfe den Werbetreibenden der Google Shopping Anzeige indem du auf die drei vertikal angeordneten Punkte klickst: GESPONSORT ⋮

10 Merkmale zur Erkennung eines Fake Shops

Nr. 1: Ungewöhnlich günstige Preise

Wenn ein teures Markenprodukt plötzlich für die Hälfte des normalen Preises angeboten wird, ist das ein erstes Warnsignal. Fake Shops setzen bewusst auf unrealistische Rabatte, um Kunden anzulocken. Vor allem bei begehrten Produkten wie Elektronik, Designermode ist Misstrauen geboten.

Tipp:
Vergleiche die Preise mit anderen bekannten Shops. Ist der Unterschied zu groß, handelt es sich eher um einen Betrugsversuch.

ULTIMATIVER TIPP
Hast du sämtliche Produkte deines Lieblings-Shops zu einem viel günstigeren Preis entdeckt? Dann prüfe die Preise im realen Online-Shop. Oft ist das ein Merkmal, dass du in einem Fake Shop gelandet bist.

Nr. 2: Kein oder gefälschtes Impressum

In Deutschland und der EU ist ein Impressum gesetzlich vorgeschrieben. Es muss Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeiten und ggf. Handelsregisternummer enthalten. Fake Shops verwenden oft Fantasienamen oder übernehmen das Impressum von seriösen Anbietern.

So prüfst du es: Gib den Unternehmensnamen im Bundesanzeiger oder im Handelsregister ein. Falsche Angaben lassen sich meist schnell enttarnen. Jedoch kann auch die Handelsregisternummer (Kürzel: HR/A/B/Ziffernfolge) eines seriösen Anbieters übernommen worden sein.

Nr. 3: Fehlende oder unklare Kontaktmöglichkeiten

Ein seriöser Online-Shop bietet mehrere Kontaktwege: E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Fake Shops hingegen bieten oft nur ein Kontaktformular oder eine nicht erreichbare E-Mail-Adresse.

Achte auf:

  • Nur kostenlose E-Mail-Adressen
  • Keine Antwort auf Anfragen
  • Keine Servicezeiten

Nr. 4: Ungewöhlicher Domain-Name

Betrüger nutzen häufig Domains, die bekannten Marken ähneln, aber kleine Abweichungen enthalten, z. B. bekanntemarke-verkauf24.com oder bester-shop-de.org. Auch Domains mit vielen Bindestrichen oder exotischen Endungen (.shop, .xyz, .top) sind oft verdächtig.

Seriöse Shops verwenden neben .de auch gerne .eu oder .com als Domain-Endung, wenn diese international versenden.

Nr. 5: Schlechte Sprache und fehlerhafte Texte

Ein häufiger Hinweis auf einen Fake Shop ist eine schlechte Übersetzung. Texte wirken oft maschinell übersetzt, unlogisch oder sind voller Grammatik- und Rechtschreibfehler. Auch Produktbeschreibungen können unvollständig oder widersprüchlich sein.
Merke: Kein seriöser Shop würde seine Produkte so präsentieren.

Nr. 6: Nur Vorkasse als Zahlungsmethode

Fake Shops bieten in der Regel nur unsichere Zahlungsarten an. Meist kann ausschließlich per Vorkasse bezahlt werden. Es fehlen sichere Alternativen wie PayPal, oder Klarna.

Achtung: Bei Vorkasse ist dein Geld im Betrugsfall meist verloren. Vermeide Shops ohne bekannte Zahlungsmöglichkeiten.

Nr. 7: Gefälschte oder manipulierte Bewertungen

Viele Fake Shops versuchen, Vertrauen durch gefälschte Kundenbewertungen aufzubauen. Diese wirken oft auffällig positiv, sind sprachlich ähnlich formuliert oder stammen von nicht nachvollziehbaren Quellen.
Auch Siegel wie „Trusted Shop“ oder „TÜV geprüft“ werden einfach als Grafik eingefügt – ohne echte Verlinkung.
Teste: Klicke auf das Siegel. Es sollte dich auf die Prüfseite des Zertifizierers führen.

Nr. 8: Fehlende rechtliche Informationen

Angaben zu AGB, Widerrufsrecht, eine Datenschutzerklärung müssen laut Gesetz vorhanden und leicht zugänglich sein. In Fake Shops fehlen diese oft vollständig oder bestehen aus Textbausteinen, die nicht zum Angebot passen.

Achte auf:

  • fehlendes Impressum
  • fehlende Informationen zum Rückversand
  • keine Angabe zur Lieferzeit
  • unverständliche oder widersprüchliche AGB

Nr. 9: Keine SSL-Verschlüsselung

Eine sichere Verbindung erkennst du am kleinen Schloss-Symbol in der Adressleiste deines Browsers sowie an der URL mit „https://“. Fake Shops verzichten manchmal auf diese Verschlüsselung und gilt als klares Warnsignal.

Risiko: Ohne diese SSL-Verschlüsselung werden deine Daten unverschlüsselt übertragen und stellen ein Risiko für deine Sicherheit dar.

Nr. 10: Zeitdruck aufbauen

Texte wie „Nur noch 2 Stück verfügbar“ oder „Nur heute -50%“ sollen dich zu einem schnellen Kauf verleiten. Diese Methoden sind psychologisch wirksam, aber in Fake Shops oft völlig erfunden. Der Lagerbestand ist meist nicht echt, und die Angebote laufen angeblich ständig aus.

Erkenne den Trick: Wenn du die Seite später erneut öffnest und das Angebot noch immer gleich aussieht, handelt es sich um einen typischen Fake-Shop-Trick.

Praktische Tipps und Tools zur Überprüfung

Vertrauenssiegel:
Logos wie „Trusted Shops“ sollten anklickbar sein und zu einer echten Zertifikatsseite führen

Shop-Bewertungen prüfen:
Einfach den Shopnamen + „Erfahrungen“ oder „Fake“ suchen

Impressum prüfen:
Sind Firmen, Adresse und Handelsregisternummer korrekt?

Zahlungsarten beachten:
Seriöse Shops bieten mindestens eine sichere Zahlungsmethode

ULTIMATIVER TIPP
Überprüfe die Internetadresse des Online-Shops bei der
Verbraucherzentrale des Bundesverband

Was tun, wenn ich auf einen Fake Shop hereingefallen bin?

Wenn du bereits bestellt und bezahlt hast:

Zahlung rückgängig machen: Benachrichtige umgehend deine Bank oder deinen Zahlungsdienstleister.

Anzeige erstatten: Nutze die Online Wachen der Polizei oder gehe zu der nächsten Polizeidienststelle.

Persönliche Daten schützen: Ändere ggf. Passwörter deines E-Mail-Kontos und achte auf ungewöhnliche Kontobewegungen.

Fazit

Fake Shops sind oft schwer zu erkennen, doch wenn du unsere Tipps beachtest, kannst du dich gut davor schützen.

Achte auf jeden Fall auf zu günstige Preise, fehlende Angaben und unsichere Zahlungsarten. Unser Tipp: Kaufe nur bei Shops mit klarer Identität, guten Bewertungen und vollständigen rechtlichen Angaben.